Alle Artikel von Susanne Weller

Der neue Audio-Boom – Teil 2

Im ersten Teil der Serie ging es um „das Podcast-Fieber“ und „Always On – Radio ist überall“. Jetzt geht es um Beispiele, wie und wieso Radio- und Audio-Content immer wichtiger für Marken und Werbung werden.

Radio wird Audio – und die Nutzer gehen mit

Aus Radio wird Audio, das Gerät ist nicht länger relevant. Entscheidend sind Inhalt und Empfang. Unter dem Begriff Audio wird das gesamte Angebot dessen, was man analog und digital nutzen kann, zusammengefasst. Parallel dazu ist der Begriff „Generation Kopfhörer“ entstanden: Menschen verbinden sich per Kopfhörer mit einem Smartphone oder Tablet, kommunizieren und konsumieren. In dieser permanenten Ansprechbarkeit liegt die Chance für Werbungtreibende, die Audio nutzen wollen.

„Radio ist als Tool für Branding komplett unterschätzt, obwohl die Hörer ihren Sender selten wechseln und eine enge, nahezu freundschaftliche Beziehung zu ihm pflegen. Der menschliche Faktor bei Radio wird noch lange eine Rolle in der Hörergunst spielen“, meint Markus Kühn. Er ist zusammen mit der Ex-MTV-Managerin Mona Rübsamen Gründer und Geschäftsführer von Flux FM, einem unter anderem als „beste Radiostation der Welt“ preisgekrönten Radiosender. Um die Hörer wirklich da zu erreichen, wo sie sich digital und real aufhalten, hat FluxFM mehrere Touchpoints eingerichtet, dazu gehören eine App, mehrere Podcasts, eine Eventlocation. „Das Smartphone ist das zentrale Endgerät und die Steuerungsanlage. Mobile Angebote begleiten unsere Hörer durch den Tag“, so Markus Kühn weiter. „Während TV dem Zuschauer das vermeintlich perfekte Bild vorgibt, triggert Radio Bilder im Inneren des Hörers, die stets viel persönlicher und bedeutungsvoller sind. Die Forschung zeigt, dass gerade das Nebenbeihören, die Aufnahme der Botschaft über das Unterbewusstsein, die Einstellung des Konsumenten zur Marke nachhaltiger beeinflusst als die bewusste Wahrnehmung der Werbebotschaft.“

Die neuen Werbeformate sind genau so flexibel wie das Audio-Medium, in dem sie stattfinden. Vom klassischen Jingle über kuratierte Sendungen bis zu eigenen Apps zeigen sich Unternehmen und Audioproduzenten enorm flexibel, auch in der Anpassung der Werbung an den Kontext.

Programmatic goes Audio

Audio-Werbeplätze automatisiert und datenbasiert ein- und verkaufen, wie Display-Werbung: Das geht. Die technologischen Hürden sind bewältigt, durch die digitale Audio-Nutzung liegen die notwendigen Daten vor und 2017 gilt bereits als das Jahr für Audio Programmatic. Im vergangenen Jahr hat die Agentur Zenith gemeinsam mit Das Örtliche eine Kampagne in Deutschland gelauncht, bei der zehn unterschiedliche Spots an verschiedene Zielgruppen ausgeliefert wurden. Weiterlesen

Native Advertising – Werbung vom Nutzer her denken

Native Advertising gilt als neuer Hoffnungsträger einer durch Adblocker und Klickmüdigkeit geprägten Onlinemarketing-Branche. Und das, obwohl viele gar nicht so genau wissen, was Native Advertising ist und wie sie es für sich nutzen können. Es gibt noch keine Standards und keine eindeutige Definition. Susanne Weller hat in LEAD digital, dem monatlichen Fachmagazin für Digital Business, über das Experimentierfeld Native Advertising geschrieben. Drei Beispiele zeigen, was Werbungtreibende jenseits klassischer Bannerschaltungen an neuen Möglichkeiten im Native Advertising zur Verfügung steht. Den vollständigen Artikel „Win-Win: Werbung passt sich immer besser an“ gibt es in der Printausgabe LEAD digital 6 / 2017 https://www.wuv-abo.de/lead_digital, hier ein gestraffter und gekürzter Auszug aus dem Text.

Native Advertising ist ein inhaltlicher Richtungswechsel und gibt einen neuen Kurs vor. Im Verhältnis zu herkömmlicher Onlinewerbung ist das Werbemittel vor allem vom Nutzer aus gedacht ist und es passt sich sowohl dem Umfeld als auch den Userinteressen exakt an. Die Fragestellung für Werbungtreibende ist: Welches Problem der Nutzer unserer Marke lösen wir? Welche Geschichte könnte die Menschen interessieren? Der Kontext des Empfängers und des Mediums bestimmen den Content und das Format der Werbung. Smart Data, das Wissen um die Zielgruppe, Kreativität und Mut bei der Werbemittelerstellung und die zielgerichtete Technologie für die Aussteuerung entscheiden darüber, wie hoch das Engagement der Nutzer mit der Marke sein wird. Weiterlesen

Der neue Audio-Boom – Teil 1

Das Gehör lässt sich nicht abschalten. Innerhalb von Sekundenbruchteilen lösen wenige Noten eines Songs, Bruchstücke eines Wortes Emotionen in uns aus. Auch Werbetreibende wissen um diese Kraft. Die erste Audio-Anzeige lief bereits 1922 im Radio. In diesem Jahrtausend sorgen neue Geräte und Technologien dafür, dass wir alle Arten von Audio-Content mobil und wann und wo wir wollen konsumieren können.

Ob Podcast, Radio per Internet, UKW oder DAB+, Streamingdienste, sprachgesteuerte Software oder Unternehmen, die Audio Branding für die eigene akustische Präsentation nutzen: Sprache und Audio-Content ist in unserem Alltag immer präsenter. Gute Zeiten für Storytelling und Marketing also. Doch welche Möglichkeiten gibt es für Werbetreibende, den Boom von Audio zu nutzen und ihre Zielgruppen noch stärker – im wahrsten Sinne des Wortes – anzusprechen?

Das ist der erste Teil der zweiteiligen Serie „Der neue Audio-Boom“. Im zweiten Teil sind die Themen unter anderem: Radio wird Audio, sprechende Werbung, Programmatic Audio und Audio Branding. Eine kurze Version des Artikels ist in der Printausgabe 5 / 2017 von LEAD digital, dem Fachmagazin für Digital Business, erschienen.

Das Podcast-Fieber

Als Spiegel Online im März 2017 den Podcast „Stimmenfang“ veröffentlichte, hatte niemand mit dem Erfolg gerechnet. Bereits der 90-Sekündige Trailer landete binnen 48 Stunden auf Platz 1 der Podcast-Charts bei iTunes. In den großen deutschen Verlagshäusern gehören Podcasts bisher nicht zum Repertoire. Matthias Streitz, Mitglied der Chefredaktion bei Spiegel Online und Editorial Chief in Product, verrät: „Wir haben schon lange mit einem Podcast geliebäugelt. Mit einem Podcast erreichen wir unser Publikum in einer ganz anderen Nutzungssituation, als Spiegel Online es kann, sei es mobil oder zum Beispiel zu Hause in der Küche. Deswegen ist für uns ist der gesamte Bereich Audio und Podcasts strategisch interessant.“ Stimmenfang“ ist ein 15-minütiges Format und wird von einer Werbebotschaft begleitet, die zu Beginn von der Moderation eingesprochen wird. Bei weiteren Podcasts und längeren Formaten ist Spiegel Online offen für andere Arten der Werbeplatzierung an anderen Stellen. Weiterlesen

Architektur: So kam das Bauhaus nach Tel Aviv

Tel Aviv, gilt als die Bauhaus-Stadt schlechthin. Im Zentrum der Startup-Supercity am Mittelmeer stehen rund 4.000 Gebäude, zu einem großen Teil von Bauhaus-Architekten im International Style erbaut. Das ist mehr, als irgendwo sonst auf der Welt. 2003 erklärte die UNESCO dieses Freilichtmuseum der Architektur zum Weltkulturerbe. Das Faszinierende an diesem Ensemble sind die unterschiedlichen Handschriften der Architekten, die Stilvarianten, der gesellschaftliche Hintergrund, vor dem diese Häuser gebaut wurden, und nicht zuletzt die Kulisse: die Gartenstadt Tel Aviv, in einem heiß-feuchten Klima. Selbst wenn heute nicht mehr alle Häuser strahlendweiße Fassaden haben, manche sind braunschattiert, gräulich-pastellig, unrenoviert und unverputzt, so erkannt man doch schon auf den ersten Blick ihre stilistische Herkunft.

Bevor das Bauhaus nach Tel Aviv kam

Tel Aviv wurde 1909 gegründet. Es gab ein paar wenige Häuser, unter anderem von deutschen Templern – die auch heute noch dort stehen und einem kurz das Gefühl geben, in Bayern zu sein – ansonsten viel Dünensand, Hitze, das Mittelmeer im Westen und im Norden den Fluss HaYarkon. Meir Dizengoff, seinerzeit Bürgermeister von Tel Aviv, beauftragte 1925 den Schotten Sir Patrick Geddes damit die Stadt so zu planen, dass sie genug Platz für das erwartete Bevölkerungswachstum bietet. Geddes entwarf einen Masterplan mit breiteren Verkehrs- und schmaleren Wohnstraßen, Wohnblöcken, sozialer Infrastruktur und kurzen Wegen. Er baute Tel Aviv als Gartenstadt nach europäischem Vorbild, mit dem entscheidenden Unterschied, dass er die Grünanlagen in die Stadt integrierte. Geddes gab den Rahmen und den Grundriss vor, in dem eine neue Architektengeneration wirken sollte.

Die Bauhaus-Architekten von Tel Aviv

Bereits in den 20er Jahren sind viele der künftigen Bauhaus-Architekten Tel Avivs aus Osteuropa nach Palästina immigriert. Von dort aus gingen sie an die modernen, renommierten europäischen Architekturschulen und studierten unter anderem bei Walter Gropius, Hannes Meyer und Ludwig Mies van der Rohe am Staatlichen Bauhaus. In den 30er Jahren verließen viele von ihnen Europa endgültig. Rund zwei Dutzend ehemalige Bauhausschüler emigrierten nach Palästina. Einer der wichtigsten Vertreter der Zeit war Arieh Sharon. 1920 kam der gebürtige Pole im Alter von 20 Jahren nach Palästina. 1926 ging er ans Dessauer Bauhaus und nahm bei Walter Gropius sein Studium auf. Er absolvierte bei Hannes Meyer, in dessen Berliner Architekturbüro er parallel zum Studium bis 1931 arbeitete. 1932 verließ er Deutschland und ging nach Tel Aviv.

Anfang der 1930er Jahre schlossen sich die emigrierten europäischen Architektur-Kollegen zusammen, neben Arieh Sharon waren es unter anderem Dov Karmi, Ze´ev Rechter, Carl Rubin, Josef Neufeld, Richard Kaufmann, Genia Averbuch, Shmuel Mestechkin, Shlomo Bernstein, Munio Gitai-Weinraub und Josef Berlin. Nach dem Berliner Vorbild nannten sie ihre Architekten-Vereinigung HaChug (hebräisch für „der Ring“, so hieß das deutsche Pendant), gaben die Zeitschrift HaBinjan („Der Bau“) heraus, gewannen stetig an Einfluss und Bedeutung in der Stadt und begannen, die Mittelmeermetropole Tel Aviv zu bauen. Die Bevölkerung wuchs rasant. Den Architekten ging es um die Ästhetik der Effizienz, den Leitgedanken des Bauhauses „Form follows Function“, „Wohnen für alle“ und „Volksbedarf statt Luxusbedarf“ – Maxime, die perfekt zu Zeit und Ort passten.

Wohnen für alle

Die Stadtplanung von Sir Patrick Geddes und das Klima gaben den Rahmen vor: Der Wind kommt von Westen, es ist bisweilen unerträglich heiß und es gab noch keinen Schatten durch Bäume oder Bauten. Es musste schnell gehen und so wurde mit dem Material gebaut, das da war, vorrangig mit Beton, auch Glas, aber Eisen war schwierig zu beschaffen. Die Architekten passten ihr in Europa erlerntes Handwerk und ästhetisches Empfinden den Bedingungen des Ortes an und schufen so die markanten zwei- bis dreigeschossigen Häuser mit ihren oft umlaufenden, abgerundeten Balkonen, die für Luftzirkulation sorgen. Kleine, schlitzartige Fenster verhindern das Aufheizen der Räume. Die Flachdächer dienen als Nutzfläche und abendlicher Treffpunkt der Hausgemeinschaft. LeCorbusiers Säulenprinzip ermöglicht, unter den Häusern noch einen Garten anzubauen, zusätzlich zu den Grünflächen, die der Geddes-Plan vorgesehen hatte. Schnörkellos, schlicht, geprägt von den zeitgeistigen Vorstellungen der Architekten und von unglaublich moderner Präsenz – so entstand Tel Aviv, übersetzt: „Hügel des Frühlings“.

2019 wird das Bauhaus 100 Jahre alt. Die Architekten von damals haben für wachsende Gesellschaften und nach ihren neuen Prinzipien gebaut – Motive, die heute aktueller sind denn je, wenn wir uns mit Urbanisierung, wachsenden Städten und Smart Cities beschäftigen, die derzeit für die Zukunft geplant werden. Auch hier kann und wird Architektur wieder eine entscheidene Rolle spielen und gesellschaftliche Kontexte sichtbar und erlebbar machen. In Tel Aviv lässt sich bei meist strahlendem Sonnenschein schön Eintauchen in diese faszinierende Verwobenheit von Architektur- und Gesellschaftsgeschichte.

Der Artikel ist ähnlich bei Stylemag erschienen http://www.stylemag.net/2016/10/27/architecture-so-kam-das-bauhaus-nach-tel-aviv/

Weiterführende Lektüre:

Es gibt nicht viel Literatur, die sich mit den Lebenswegen und dem Schaffen der Architekten in Tel Aviv dieser Zeit beschäftigt. Erfreuliche Ausnahme: Das gerade erschienene Buch „Kibbutz und Bauhaus- Arieh Sharon und die Moderne in Palästina“ von Wiebke Dursthoff.

 

Smart City Wien – Interview mit Mag. Ulrike Huemer, CIO der Stadt Wien

Wie kann der Wandel einer existierenden Stadt zu einer Smart City gelingen? Wien hat sich diese Frage schon früh gestellt. Bereits im März 2011 hat der Wiener Bürgermeister die Initiative „Smart City Wien“ ausgerufen. Seit 2014 sorgt nun Mag. Ulrike Huemer als CIO, Chief Information Officer, für die Vernetzung und Kooperation aller am Umbau beteiligten Akteure. Für sie spielt die IKT in der Smart City eine zentrale Rolle und kann „als ihr Nervensystem verstanden werden“. Susanne Weller hat nachgefragt, welche Faktoren außerdem wichtig sind.

Wien ist Vorreiter beim Umbau zur Smart City. Was ist das Erfolgsrezept?

Ulrike Huemer: „Die Smart City Rahmenstrategie ist von einem ganzheitlichen und partizipativen Ansatz geprägt. Im Unterschied zu anderen Smart City Konzepten in Europa wie auch in Asien stellt Wien nicht die Technologien in den Mittelpunkt, sondern die BewohnerInnen der Stadt und deren Nutzen. Es geht uns darum, gemeinsam mit der Bevölkerung und den Unternehmen Stadt zu entwickeln und zu gestalten. Technologie wird dazu als Mittel zum Zweck optimal eingesetzt. Es ist uns besonders wichtig, die BürgerInnen durch den Einsatz von partizipativen Methoden stärker zu aktivieren und deren Meinung und Wissen zu nutzen. Das zeigt auch der Slogan „1,8 Millionen Gehirne nutzen wir sie“.

Digitalisierung bedeutet immer auch Transformation: Wie schafft es Wien, auch nicht-digitale Menschen für die Neuerungen zu begeistern und einzubeziehen?

Ulrike Huemer: „Mir ist es wichtig, dass Digitalisierung als Thema erkannt wird, das sämtliche Lebensbereiche, wie Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Gesellschaft, Bildung, Verwaltung, Forschung etc. erfasst, beeinflusst und verändert. Diese Tatsache der Transformation bereitet den Menschen Sorgen und erzeugt Angst. Dieser Angst kann man mit Transparenz und Partizipation begegnen.
Technologieeinsatz ist wichtig und nicht mehr wegzudenken, aber man darf die Menschen und deren Anliegen dabei keinesfalls aus den Augen verlieren! Deswegen wurde z.B. die Digitale Agenda Wien, die Digitalisierungsstrategie, in einem Crowdsourcing-Projekt mit rund 1000 BürgerInnen und UnternehmerInnen entwickelt. Derzeit entsteht eine neue Stadt Wien App, die Usability wird in BürgerInnen-Workshops erarbeitet. Das sind Beispiele für Projekte, bei denen wir gemeinsam Lösungen für existierende Bedürfnisse finden.“

An welchen Berührungspunkten kommen BürgerInnen mit der Smart City Wien in Kontakt?

Ulrike Huemer: „Smart City Wien bedeutet u.a. die Stadt der kurzen Wege. Das E-Government der Stadt Wien wird so modernisiert, dass Dienstleistungen und Services uneingeschränkt online zur Verfügung stehen.
In der Seestadt Aspern – ein neuer Stadtteil für 30.000 Menschen und unser Smart City Living Lab mit einer Industry 4.0 Pilotfabrik – werden derzeit Technologien für Smart Meter, Smart Living, Data Analytics gemeinsam mit der dort lebenden Bevölkerung getestet. Diese Aktivitäten machen die Smart City sichtbar und erlebbar, sie schaffen Vertrauen.“

Woran können BürgerInnen den Mehrwert „ihrer“ Smart City Wien erkennen, was hat die Smart City Wien, was Wien nicht hatte?

Ulrike Huemer: „Die BürgerInnen erkennen Smart City Wien durch neue und transparente Möglichkeiten, an der Stadtentwicklung mitzuwirken, die Lebensqualität bleibt im gewohntem Ausmaß erhalten, die Wege werden kürzer und vor allem nutzerInnenfreundlicher und die Stadtverwaltung wird effektiver und effizienter. Darüber hinaus fördert der Technologieeinsatz den Wirtschafts- und Forschungsstandort und das schafft Arbeitsplätze. Wien wird somit in Zukunft nicht nur bekannt für Musik, Kultur und Geschichte sein, sondern als Digitale bzw. technologische Stadt wahrgenommen werden.“

Mag. Ulrike Huemer, CIO der Stadt Wien, bei Twitter: @UlrikeHuemer

Weitere Informationen:

www.wien.gv.at

www.digitalcity.wien

www.digitaleagenda.wien

Das Interview ist Teil der losen Artikelserie zu Smart Cities. Weitere Folgen beschäftigen sich künftig mit smarter Energieversorgung, Sicherheit, IoT für Smart Cities, Konzepten und Akteuren.

 

 

Smart City: Die Stadt der Zukunft entsteht aus Sensoren

Die Zeit drängt: Laut einer Studie der UN werden 2050 rund 66 Prozent der weltweiten Bevölkerung in Städten leben – derzeit ist es gut die Hälfte. Deswegen arbeiten Architekten, Stadtplaner, IT-Experten, Politiker und Bürger gemeinsam an Visionen und Konzepten für die Stadt der Zukunft. Und so, wie Amsterdam auf Heringsgräten gebaut sein soll, St. Petersburg aus Schlamm entstand und Venedig auf Inseln steht, bilden jetzt Sensoren das Fundament für die Stadt von Morgen. Sie sind der Grundbaustein für die Smart City, die Stadt eines neuen Typs, in der Gebäude, Straßen, Gehwege und Stadtmobiliar untereinander und mit den Smartphones und Wearables der Bürger und Besucher vernetzt sind, kommunizieren und Daten in Echtzeit tauschen. Weiterlesen

CLUTCH: Ein neues Magazin entsteht

Print lebt. Immer. Mit CLUTCH kommt im September ein neues Gesellschaftsmagazin in den Handel, dass die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Einzelnen, die Gesellschaft als Ganzes und auf die Wirtschaft beleuchtet. Susanne Weller schreibt darin über Smart Cities im Allgemeinen und über Paris, Barcelona, Wien, Masdar, Singapur im Besonderen. Schnelle Appetithäppchen, die langen Geschichten zu Smart City gibt es dann hier auf der Website.

CLUTCH wurde von Andrea Buzzi, Inhaberin der auf Digitalthemen spezialisierten PR-Agentur Frau Wenk, und Chefredakteur Gerhard Buzzi ins Leben gerufen. Mit dem Magazin wird ein alter Traum wahr: Über die Digitalisierung schreiben und in einem Coffe-Table-Magazin präsentieren. Journalisten, Fotografen und Designer arbeiten zusammen an dem ehrgeizigen Projekt: Vom Start bis zum Druck hat sich das Team nur 10 Wochen Zeit genommen. Im September sucht die Erstausgabe von CLUTCH dann im ausgewählten Einzelhandel nach begeisterten LeserInnen.

Kaufen ist auch online möglich, vorbestellen und vormerken lassen ebenfalls, einfach per Mail an clutch-mag [at] frauwenk.de http://clutch-magazin.de

Ausstellung: Big Bang Data – What does Data mean to you?

Pro Tag produzieren wir Daten in gigantischen Mengen. Laut der Studie „The Digital Universe – EMC“ von EMC und IDC werden wir im Jahr 2020 mit 44 Billionen Gigabytes genauso viele digitale Bits pro Jahr erzeugen, wie es Sterne im Weltall gibt. Wie wirkt diese Datenflut auf uns Menschen, wie verändert sich unsere Wahrnehmung? Was macht es mit uns, wenn immer mehr Sensoren zwar Probleme lösen, Städte als Smart City bauen oder wandeln, für eine bessere Vernetzung und schnellere Kommunikation sorgen, auf der anderen Seite aber auch tief in unseren Lebensrhythmus eingreifen?

Die Wanderausstellung „Big Bang Data – Singapur“ widmet sich diesen Fragestellungen. Derzeit macht sie zum ersten Mal in Asien, in Singapur, Station und Dorothea Kriele, Coach und Traveller aus dem Weller-Media-Netzwerk, hat sie sich angeschaut und ein paar Fotos mitgebracht.

„Big Bang Data“ ist in acht Themenkomplexe eingeteilt, darunter „Understanding the Cloud“, „The Data Explosion“, „I am Data“, „We are Data“, „What Data can´t tell“ und „Data for the Common Good“. Jeder Bereich ist durch Arbeiten von unterschiedlichen internationalen Künstlern, Designern, Journalisten und Innovatoren und zum Teil interaktiven Informationen geprägt. Das Besondere der Ausstellung liegt in der Visualisierung der ansonsten unsichtbaren Datenflut, Bits und Bytes bekommen ein Gesicht. Das erleichtert das Innehalten und Nachdenken über die einzelnen Themen.

Singapur spielt als Stadtstaat und Smart Nation eine besondere Rolle beim Umgang mit Daten. Kaum eine andere Stadt der Welt ist so weit fortgeschritten im Umbau einer existierenden Stadt zu einer Smart City. Daten liefern den Rohstoff, auf dessen Basis das Leben der BewohnerInnen verbessert werden soll. Die Ausstellung zeigt Beispiele für die Smart Nation – weist aber auch auf Grenzen hin, die durch die alleinige Nutzung von Technologie entstehen.

Initiiert wurde „Big Bang Data“ in Singapur von ArtScience Museum, Coproducer sind CCCB, Centre de Cultura Contemporània de Barcelona und Fundación Telefonica.

Falls jemand der LeserInnen in der Nähe ist: Die Ausstellung läuft noch bis zum 16. Oktober 2016, täglich von 10 bis 17 Uhr im Art Science Museum, Singapur. Mehr Informationen:

(c) Dorothea Kriele

Ingo Günther – World Processor (c) Dorothea Kriele

Data For The Common Good (c) Dorothea Kriele

Data For The Common Good
(c) Dorothea Kriele

What Data Means To You (c) Dorothea Kriele

BesucherInnen hinterlassen ihre Antwort auf die Frage: What Data Means To You (c) Dorothea Kriele

(c) Dorothea Kriele

(c) Dorothea Kriele

 

Glückwunsch zu 10 Jahren department one

Alexander Herweg ist seit 2013 Managing Director von department one, einem Unternehmen für CRM-Lösungen. Seit 2014 habe ich das Vergnügen, department one mit der Entwicklung von Content und dem Einsatz von Content Marketing zu unterstützen. Heute vor 10 Jahren wurde der Grundstein für department one gelegt. Ein guter Anlass für drei Fragen an Alexander Herweg zum 10-jährigen Geburtstag.

Alexander, department one feiert jetzt 10-jähriges Bestehen. Was ist das Geheimnis eures Erfolgs?

Alexander Herweg: „Vermutlich das, dass wir keine Geheimnisse haben: Wir arbeiten transparent, schnell und super flexibel. Deswegen sind viele Kunden über Jahre hinweg bei uns, zum Beispiel ABInBeV und Ferrero. Sie wissen, dass sie sich auf uns als Partner verlassen können und dass wir ihre Anliegen genauso ernst und wichtig nehmen, wie sie selbst. In den Geschäftsbeziehungen ist das Vertrauen auf Basis von guten Erfahrungen gewachsen. Das gibt uns als Team eine Bestätigung, dass wir das Richtige tun.

Heißt das, ihr habt euren Kurs in den letzten Jahren nicht geändert?

Alexander Herweg: „Wir sind gut in modularen Lösungen für CRM, Customer Relationship Management, und wir bieten Technologie, Know-how und Kreativität. Diesen Dreiklang verfeinern wir seit 10 Jahren und integrieren neue Technik und Methoden. Wir versuchen, wirklich am Puls der Zeit zu sein und setzen auf Design Thinking und Innovationsworkshops inhouse für unsere Teams. Vor 10 Jahren waren wir eine der ersten Agenturen, die mit einer Plattform für Marketinglösungen arbeitete. Das hat unseren eigenen Anspruch geprägt.

Den Kurs haben wir also beibehalten – und wir haben dazu die Flotte aufgerüstet und immer weiter optimiert. Die Plattform für CRM ist und bleibt indes unser Mutterschiff, auf das wir stolz sind.“

Was steht für die nächsten drei Jahre auf Deiner persönlichen Wunschliste für department one?

Alexander Herweg: „Ganz ehrlich gesagt: Noch mehr vom Guten. In den Teams entstehen brillante Ideen. Meine Aufgabe ist es, diese Visionen mit der Realität in Einklang zu bringen und daraus tragfähige, auf die Anforderungen von Kunden zugeschnittene Konzepte zu formulieren. Diese Mischung aus Innovationsfähigkeit und Dienstleistungsorientierung können wir bereits gut. Mein Wunsch wäre, die Teams noch weiter auszubauen, so dass wir noch mehr Wissen an einen Tisch bringen können. Ansonsten bin ich gerade sehr zufrieden.“